Meta reagiert intensiv auf die Bedrohung durch das chinesische KI-Startup DeepSeek, das mit seinen kosteneffizienten und leistungsstarken Open-Source-Modellen wie DeepSeek-V3 und R1 für Aufsehen sorgt. Diese Modelle bieten vergleichbare oder sogar bessere Leistungen als führende westliche KI-Systeme, jedoch zu einem Bruchteil der Kosten. Dies hat Meta dazu veranlasst, mehrere strategische Maßnahmen zu ergreifen:

Einrichtung von „War Rooms“

Meta hat vier sogenannte „War Rooms“ eingerichtet, in denen Ingenieurteams die Technologien und Strategien von DeepSeek analysieren. Zwei Teams konzentrieren sich darauf, wie DeepSeek die Kosten für Training und Betrieb seiner Modelle drastisch senken konnte, während die anderen beiden untersuchen, welche Daten und Methoden DeepSeek für die Modellentwicklung verwendet hat. Ziel ist es, diese Erkenntnisse in die Weiterentwicklung von Metas Llama-Modellen einfließen zu lassen.

Massive Investitionen

Mark Zuckerberg hat angekündigt, im Jahr 2025 zwischen 60 und 65 Milliarden US-Dollar in KI-Infrastruktur zu investieren. Dazu gehört der Ausbau von Rechenzentren mit über zwei Gigawatt Leistung und der Einsatz von mehr als 1,3 Millionen GPUs. Meta plant außerdem, Llama 4 zu einem führenden KI-Modell weiterzuentwickeln und den Fokus auf Open-Source-Innovationen zu verstärken.

Fokus auf Open Source

Metas leitender KI-Forscher Yann LeCun betont die Bedeutung von Open-Source-Modellen und sieht den Erfolg von DeepSeek als Beweis für die Stärke dieser Herangehensweise. Meta bleibt bei seiner Open-Source-Strategie, während Konkurrenten wie OpenAI zunehmend auf Closed-Source setzen.

Herausforderungen und interne Kritik

DeepSeeks Erfolg hat auch interne Diskussionen bei Meta ausgelöst. Einige Mitarbeiter kritisieren die hohen Kosten und die Größe der Generative-AI-Abteilung im Vergleich zur Effizienz von DeepSeek. Zudem gibt es Sorgen, dass Llama 4 möglicherweise nicht mit den Modellen von DeepSeek konkurrieren kann.

Marktauswirkungen

Die Markteinführung von DeepSeek hat nicht nur Meta unter Druck gesetzt, sondern auch andere US-Technologieunternehmen wie Nvidia und Microsoft betroffen. Die kosteneffiziente Technologie von DeepSeek stellt etablierte Geschäftsmodelle infrage und zwingt Unternehmen wie Meta dazu, ihre Strategien anzupassen.

Zusammenfassend zeigt Metas Reaktion auf DeepSeek eine Mischung aus intensiver Analyse, massiven Investitionen und einem erneuten Fokus auf Innovation im Bereich Open Source. Dennoch bleibt abzuwarten, ob diese Maßnahmen ausreichen werden, um mit der neuen Konkurrenz Schritt zu halten.

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